Wenn die Tage wieder kürzer und die Nebel häufiger werden, dann hat die Winterdepression wieder Hochsaison. Viele Alkoholiker sind davon betroffen und müssen jetzt wieder mehr trinken als noch im Sommer. Doch Vorsicht: Den Blues des Winters mit der Medizin Alkohol zu bekämpfen hilft meist nur kurzfristig und kann die Depression sogar verstärken.
In der Weihnachtszeit wird gerne für einen guten Zweck gesammelt. Und das ist auch gut so. Nur: Muss dabei immer Alkohol im Spiel sein? Muss die Luft in den Adventsmärkten immer alkoholge-schwängert sein? „Alk-Info“-Mitarbeiter Werner Schneider sucht in seinem „Editorial“ nach einem Ausweg aus dieser oft gefährlichen Tradition.
Weihnachten ist für trockene Alkoholiker meist eine besondere Herausforderung. Da werden alte Erinnerungen wach an eine Zeit, in der, so glaubt man, alles noch besser war. Damit man die Feiertage trocken übersteht, geben zwei Suchtexperten, Prim. Dr. Georg Psota und Prof. Dr. Reinhard Haller, wertvolle Tipps.
„Angst isst die Seele auf“, sagt ein afrikanisches Sprichwort. Und kann Panikattacken hervorrufen, die nicht mehr kontrollierbar sind. Nicht wenige Menschen, die unter solchen Zuständen leiden, greifen daher zu Alkohol. Aber: Alkohol beruhigt nur kurzfristig, dann werden die Panikattacken sogar stärker.
Er wurde zum Teil verherrlicht und dann doch wieder verteufelt, aber er blieb allgegenwärtig: Schon die alten Chinesen berauschten sich mit Hirse- oder Reiswein, in Südostasien gab es den Palmwein und bei den Wikinger war es sogar Pflicht, besoffen zu sein. Alkohol wurde und wird freilich nur dann als ein Kulturgut gesehen, solange er nicht zum Problem wird.
Dass der legendäre Gitarrist der Rolling Stones viele Jahre lang auf Drogen abfuhr ist bekannt. Aber es waren auch die viele Alkoholexzesse, die dem legendären Gitarristen der Rolling Stones so manche Furche ins Gesicht zauberten: Keith Richards hat das alles überlebt…
Im Tierversuch haben Forscher aus Mannheim herausgefunden, dass ehemals Alkoholabhängige, die für einen längeren Zeitraum abstinent sind, eine erhöhte Konzentration in bestimmten Regionen ihres Gehirns aufweisen. Die Folgen davon sind Rastlosigkeit und eine gestörte Impulskontrolle. Was nicht selten einen Rückfall bedeutet. Die Wissenschaftler forschen jetzt weiter.
Immer mehr Angehörige von AlkoholikerInnen suchen Hilfe beim Blauen Kreuz. Hier werden sie von eigens dafür ausgebildeten Fachleuten beraten und können sich mit Menschen, denen es ähnlich ergeht, austauschen. Ist ein(e) PartnerIn trocken geworden, tun sich oft neue Probleme auf, weiß Linda Woess, die in Wien die Angehörigengruppe leitet.
Als Lehrling wurde Matthias von seinem Meister angehalten, Alkohol zu trinken. Schon bald wurde der Flachmann zu seinem ständigen Begleiter. Wie er es schaffte, seine Vergangenheit hinter sich zu lassen, erzählte er „Alk-Info“-Reporter Werner Schneider in einem ausführlichen Gespräch.
Als sich Ulrike in einen Kollegen verliebte, wusste sie bereits, dass er Alkoholiker ist. Trotzdem ging sie eine Partnerschaft mit ihm ein – und erlebte eine wahre Achterbahn der Gefühle. Ihr Partner ist mittlerweile trocken. Wie es dazu kam erzählt Ulrike sehr offen im „Alk-Info“-Gespräch.
Alkoholleichen bei Zeltfesten, Betrunkene, die im Rettungsauto wild um sich schlagen und mitunter auf die Sanitäter losgehen, sind leider kein Einzelfall. Der Leiter des Rettungsdienstes vom Roten Kreuz, Landesverband Burgenland, Hans-Peter Polzer, erzählt plaudert im „Alk-Info“-Gespräch aus der Praxis.
Wer in seiner Kindheit physisch oder psychisch missbraucht wurde, neigt später zu erhöhter Aggression und Suchtverhalten. Ein schwedisches Forscherteam hat nun erstmals nachgewiesen, dass dafür ein gestörter Serotoninhaushalt verantwortlich ist. Für „Alk-Info“ Oberarzt der Landesnervenklinik Sigmund Freud in Graz, Dr. Manfred Maier, was das Serotonin im menschlichen Körper bewirkt.